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sachsen-depesche.de

Freitag, 20 Oktober 2017 00:41

„Erntedank“ bei PEGIDA

in Politik

Dresden - Beim Erntedankfest im Herbst danken die Christen Gott für das Gedeihenlassen der eingebrachten Früchte. Dabei kommt zum Ausdruck, daß das „tägliche Brot“ keinesfalls eine mühelose Selbstverständlichkeit ist, vielmehr erst durch harte Arbeit erkämpft werden muß. Dezidiert Christliches hört man montags auf den Dresdner Straßen selten. Bei der 128. PEGIDA auf dem Altmarkt ist das anders. „Hans“, unverkennbar Sachse, kommt nicht als Unbekannter. Schon mehrfach sprach der ambitionierte Christ bei den Islamkritikern, zumeist vor Weihnachten. Gewiß ist er kein „richtiger“ Pfarrer, wie anfangs suggeriert wurde. Eher ist „Hans“ eine Art PEGIDA-Theologe, mit ausgeprägtem Mutterwitz jedenfalls, und so gibt es bei der Gelegenheit einen jener selteneren Redebeiträge, Motto: Wenn schon Rechtspopulismus, dann bitte nicht ohne Humor!

Donnerstag, 28 September 2017 12:43

Hoffnungen in Blau

in Politik

Dresden – 25. September 2017: Tag eins nach der Bundestagswahl und Merkel sei immer noch da, meint Wolfgang Taufkirch als Versammlungsleiter auf dem Neumarkt. Feiern dürfe man aber schon, denn PEGIDA habe „entscheidenden Anteil“ am Wahlerfolg der AfD, jener wahrhaftig „umstrittenen“ Partei, die am Vortag aus dem Stand drittstärkste politische Kraft geworden war, in Mitteldeutschland Rang 2 und in Sachsen, dem Mutterland politischer Unruhestiftung, mit 27 Prozent gar den ersten Platz belegt. Das könnte stimmen, denn ohne die ausdauernden Pegidianer hätte es an der Elbe wohl nicht annähernd so viel Öffentlichkeit und Unterstützung für die Rechtspopulisten gegeben. Also dominiert die Feierstimmung, dazu kommen die üblichen Ansprachen.

Mittwoch, 20 September 2017 01:39

PEGIDA und AFD an der Frauenkirche

in Politik

Dresden – 126. PEGIDA in der Landeshauptstadt und zugleich Wahlkampfveranstaltung der sächsischen AfD auf dem Neumarkt. Nach kurzen Ansprachen von Wolfgang Taufkirch, Lutz Bachmann und Siegfried Däbritz gibt es den obligatorischen „Spaziergang“ durch die Dresdner Innenstadt. Auf der AfD-Bühne folgen mit Jens Maier (Dresden), Rechtsanwalt Dubravko Mandic (Freiburg) und dem TU-Professor Heiko Hessenkemper (Freiberg) drei Bundestagsdirektkandidaten mit den üblichen Wahlkampfreden aus dem Arsenal des Rechtspopulismus. Nichts, was man nicht schon unzählige Male gehört hätte. Der Ton auf der Bühne ist streckenweise so derb, wie die Wut im Publikum groß ist. Wohl an die 4000 Sachsen könnten es sein, der übriggebliebene Kern jener Empörung, die vor drei Jahren begann, und noch immer von der verzweifelten Hoffnung getragen wird – gehört und verstanden zu werden.

Donnerstag, 14 September 2017 03:56

„Im Osten wird wieder gekämpft!“

in Politik

Dresden – 125. PEGIDA-Kundgebung auf dem Wiener Platz am Hauptbahnhof. Nach Durchhalteparolen von Taufkirch und Bachmann erfolgt der obligatorische „Spaziergang“ durch die Innenstadt über die St. Petersburger. Auf der Prager Straße geht es retour, treffen Wutbürger auf Antifas, die sich routinemäßig hinter großformatigen Bannern postiert haben. Erbittert versichert man sich wechselseitig heftiger Abneigung, kommt es zu Wortgefechten und Rempeleien. Dann folgt Leyla Bilge, eine Rednerin mit Migrationhintergrund.

Dienstag, 05 September 2017 22:46

Je suis banana?

in Politik

Dresden – 124. Veranstaltung der PEGIDA in der Landeshauptstadt am 4. September 2017 an der Frauenkirche. Sicher, durch besonderen Humor ist der diesmal anwesende PEGIDA-Gründer Bachmann in den zweieinhalb Jahren seiner Volksrednertätigkeit eigentlich nicht aufgefallen. Eher durch ein vulgäres Politsprech voll abgedroschener Phrasen, woran sich sein Publikum mittlerweile gewöhnt zu haben scheint. Heute aber zeigt Bachmann nicht nur keinen Humor, offenbar versteht er auch den Sinn von Satire nicht. So schwadroniert er wichtigtuerisch von „Trittbrettfahrern“, die in letzter Zeit im Umfeld seiner „Bewegung“ unterwegs seien. Das „Orgateam“ habe darüber diskutiert, distanziere sich und empfinde es als „No-Go“, wenn Symbole Deutschlands, wie Hymne, Fahne usw., „in irgendeiner Weise verunglimpft“ würden.

Donnerstag, 31 August 2017 04:53

Chor der Gefangenen

in Politik

Dresden - 123. PEGIDA-Veranstaltung bei schönstem Sommerwetter auf dem Dresdner Altmarkt. Einführende Worte von Wolfgang Taufkirch und eine Schweigeminute für die jüngsten Opfer des „Moslem-Terrors“. Sicher, die Bundestagswahlen rücken näher, der Ton wird rauher, nicht nur hier auf dem Platz. Im Anschluß brechen die Pegidianer zum obligatorischen „Spaziergang“ durch die Dresdner Innenstadt auf, geht es in farbenfrohem Gepränge über die Wilsdruffer hin zum Pirnaischen Platz.

 

Donnerstag, 17 August 2017 04:13

Die Meinungsumfrage

in Politik

Dresden – 122. Dresdner PEGIDA-Veranstaltung auf dem Neumarkt. Alles wie gehabt: ein prall gefüllter Veranstaltungsplatz, neugierige Touristen, die sich das bunte Schauspiel an der Frauenkirche nicht entgehen ließen, Redebeiträge von Renate Sandvoß, Wolfgang Taufkirch, Siegfried Däbritz, lärmende Antifa und ein obligatorischer „Spaziergang“ bei strahlendem Sommerwetter durch das Stadtzentrum.

Donnerstag, 10 August 2017 00:24

Größenwahn und Katzenjammer

in Politik

Dresden - 121. Pegida-Demonstration bei strahlendem Sommerwetter auf dem Altmarkt. Zweiter Redner ist Lutz Bachmann, der zu Beginn seine Besuche bei den Wahlkampfauftaktveranstaltungen der AfD in Helbra und Dresden reflektiert. Wenn sich nur Beatrix von Storch, die toughe AfD-Europaabgeordnete, am 6. August beim Sommerinterview des RBB nicht klipp und klar für einen Parteiausschluß Björn Höckes ausgesprochen hätte! Die Pegidianer murren dumpf. Nun die Leier von der „Vernetzung der patriotischen Bürgerbewegungen“. Die üblichen Textbausteine: „Politverbrecher - Bonzen des Merkelregimes – Kreaturen - Systempresse“ - gemischt mit Selbstbeweihräucherungen (PEGIDA = leuchtendes Vorbild), schließlich: Man treibe die Politik „wie eine Sau“ vor sich her. Hm … Klingt, als hätten Bachmann und die AfD ein triumphales Wahlergebnis fast in der Tasche. Dabei ist von der größen Empörung 2014/15 nicht mehr geblieben, als ein harter Kern von 3000 Unentwegten, die jeden Montag durch Dresden „spazieren“.

Mittwoch, 02 August 2017 01:31

PEGIDA auf dem Dresdner Altmarkt

in Politik

Dresden - 120. Pegidaveranstaltung. Zu Beginn eine Gedenkminute für die Opfer der Mordanschläge vom zurückliegenden Wochenende in Hamburg und Konstanz. Nach dem obligatorischen „Spaziergang“ spricht der Vorsitzende der einwanderungskritischen Bürgerinitiative „Zukunft Heimat“ aus dem brandenburgischen Golßen (Spreewald), Hans Christoph Berndt. Der zierliche Charité-Zahnarzt arbeitet sich an der SPD und deren Spitzenkandidaten Martin Schulz ab, den er einen „Politclown“ nennt, welcher ausgerechnet jetzt das Flüchtlingsthema für sich entdeckt habe. Dann läßt Berndt das Jahr 2015 Revue passieren, vom PEGIDA-Geburtstag zur Gründung von „Zukunft Heimat“. Der Ruf „Wir sind das Volk“ erklang damals lautstark, wie seit 1989 nicht mehr. Doch Angela Merkel sei immer noch da und einige Demonstranten hätten sich zurückgezogen. „International vernetzte Eliten“ würden jeden Gedanken an eine „nationale Identität“ bekämpfen.

Dienstag, 25 Juli 2017 19:29

PEGIDA auf dem Dresdner Neumarkt

in Politik

Dresden – Schmuddelwetter und Regenschirme gab es bei der 119. Dresdner PEGIDA-Veranstaltung auf dem prall gefüllten Neumarkt. Am MDR-Sommerinterview mit Oberbürgermeister Dirk Hilbert - „wohlwollende Fragen und vorgefertigte Antworten“ - erhitzt der Versammlungsleiter die Gemüter. Dabei könne man offen miteinander über die Probleme Dresdens reden, so Wolfgang Taufkirch, über 997 Ausreisepflichtige, über den Anteil von 78 % männlicher Migranten im Alter von 20 bis 29 Jahren, der Altersgruppe, die für den Anstieg von Sexual- und Drogendelikten in der Stadt maßgeblich verantwortlich sei. Hilbert wisse, daß sich unter den Zuwanderern auch sogenannte „Gefährder“ befänden und daß der Aufenthalt von 612 Asylsuchenden in Dresden unbekannt sei. „Hilbert weg“, skandieren die Pegidianer.

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