Login

sachsen-depesche.de

Dresden – Am 21. Februar vor 230 Jahren verstarb in Prohlis bei Dresden der „Bauernastronom“ Johann Georg Palitzsch. Ohne höhere Schul- und Studienbildung und zeitlebens seinem landwirtschaftlichen Beruf verpflichtet, hat der Bauernsohn aus eigener Kraft Fähigkeiten und Kenntnisse erworben, die ihn weit über seinen Stand hinaushoben. Geboren am 11. Juni 1723 als einziger männlicher Nachkomme des Gutsbesitzers Johannes Palitzsch und dessen Frau Martha geb. Heyne, wurde der Knabe nach dem frühen Verlust des Vaters von seiner Mutter und dem Stiefvater Michael Philipp erzogen, der vor allem einen tüchtigen Bauern aus ihm machen wollte.

Dresden – Im Rahmen der letzten Sitzung des Ortsbeirates Prohlis ist es bei der Abstimmung zur Umgestaltung des Gedenkobelisken in Dresden-Nickern zu einer handfesten Überraschung gekommen. Eingebracht wurde ein Antrag von Linken, Grünen und SPD, der vorsieht, die Inschrift des Mahnmals zum Gedenken an die zivilen Opfer der Bombardierung Dresdens vom 13. Februar 1945 am Dorfplatz in Nickern zu ändern. Die – aus DDR-Zeiten stammende – Inschrift lautet: „Wir gedenken der Opfer des anglo-amerikanischen Bombenterrors.“

Dresden – Die Schüler der 89. Grundschule im Dresdner Stadtteil Prohlis ziehen demnächst in ein Ausweichquartier um. Schon nach den Herbstferien sollen die Kinder in einem derzeit ungenutzten Schulgebäude am Terrassenufer unterrichtet werden. In die Schule am Boxberger Weg in Prohlis sollen, wahrscheinlich noch in dieser Woche, 150 Asylbewerber einziehen. Zunächst war geplant, die Migranten nur in einem Trakt des Gebäudes unterzubringen und den Schulbetrieb parallel weiterlaufen zu lassen. Dagegen gab es Proteste aus der Elternschaft, eine Bürgerinitiative wurde gegründet, die Mehrheit der Schüler blieb einen Tag lang dem Unterricht fern. Nach dem Umzug soll nun auch das Haus B, in dem der Schulbetrieb stattfand, zur Unterbringung von Asylbewerbern genutzt werden.

TEAM