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Dresden – 149. PEGIDA in der Landeshauptstadt bei sommerlichem Wetter auf dem Neumarkt. Es sei eine Genugtuung zu sehen, wie die “Altparteien“ gegenwärtig Themen aufgriffen, für die man lange „diffamiert und bedroht“ worden sei, beginnt Wolfgang Taufkirch seinen Vortrag. Und es habe sich gelohnt, „auf die Straße zu gehen“. Hingegen falle die Bilanz der Groko in Berlin ernüchternd aus. Innerhalb der EU nehme Deutschland fast 60 Prozent aller Asylbewerber auf. Erst am vergangenen Donnerstag habe Kanzlerin Merkel Jordanien einen Kredit von 87 Millionen Euro zugesagt und behauptet, Deutschland sei „offen für Zuwanderung“. Dabei habe sie „ihrem Volk schwersten Schaden zugefügt“ und dafür gesorgt, „daß unser Land von fremden und ungebildeteten Kulturen geradezu überrannt“ worden sei. Ein „beispielloses Staatsversagen zu Lasten der Bürger“.

Freitag, 23 März 2018 08:39

Speakers‘ Corner bei PEGIDA in Dresden

in Politik

Dresden – Noch bis 1783 standen sie ganz in der Nähe der heutigen Londoner Speakers‘ Corner: Galgen, wo den zum Tode Verurteilten ein letztes Wort gestattet war. Seit 1872 darf an diesem Ort jedermann ohne Anmeldung einen beliebigen Vortrag zelebrieren. Eigentlich. Karl Marx und Lenin haben es jedenfalls getan. Der Identitären-Chef Martin Sellner wollte, aber durfte nicht, landete in Ihrer Majestät Abschiebehaft. Lutz Bachmann wollte stellvertretend und durfte auch nicht. Mit großem Pathos hat der PEGIDA-Gründer nun den symbolträchtigen Ort nach Sachsen verlegt, um die verhinderte Rede Sellners von Dresdens Altmarkt aus der Welt zur Kenntnis zu geben, am Abend des 19. März bei der 139. PEGIDA in der Landeshauptstadt.

Dienstag, 23 Januar 2018 19:06

PEGIDA auf dem Dresdner Neumarkt

in Politik

Dresden – 135. PEGIDA bei naßkaltem Wetter auf dem Neumarkt. Taufkirch eröffnet, dann Bachmann wie gehabt und ja, das TV-Gespräch von Sandra Maischberger mit dem österreichischen Bundeskanzler war gewiß keine journalistische Glanzleistung. Dafür entschuldige sich PEGIDA bei Sebastian Kurz mit einem Applaus. Gesagt, getan. Jetzt stehen noch „Anne“ und Christoph Berndt von „Zukunft Heimat“ auf der Bühne. Die Bürgerinitiative hatte am vergangenen Samstag eine asylkritische Demonstration in Cottbus organisiert, der Stadt mit dem höchsten Ausländeranteil in Brandenburg (8,5 %). 2500 Teilnehmer waren gekommen. Dann folgt der obligatorische „Spaziergang“ der Rechtspopulisten durch die Innenstadt.

Mittwoch, 06 Dezember 2017 04:37

Zahlenspiele bei PEGIDA auf dem Theaterplatz

in Politik

Dresden – Naßkaltes Wetter bei der 132. PEGIDA auf einem mäßig gefüllten Theaterplatz. Wolfgang Taufkirch rechnet mit Bundesinnenminister de Maiziere ab: allein 174.438 Straftaten gingen im vergangenen Jahr auf das Konto der Migranten, zwanzigmal soviel wie links- und rechtsextremistische Gruppen zusammen. Er frage sich, „wieso immer noch soviele Leute in diesem Land an Merkel festhalten.“ Die Kanzlerin sei „empathielos“, treffe sich erst auf Nachfrage mit den Angehörigen der Anschlagsopfer vom Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz (Dezember 2016). „Merkel-muß-weg“, skandieren die Pegidianer reflexhaft.

Freitag, 01 Dezember 2017 14:23

PEGIDAS 131. auf dem Theaterplatz

in Politik

Dresden – 27. November 2017. Wolfgang Taufkirch („Nur hier auf der Straße werden wir gehört und gesehen“), Michael Stürzenberger („Die FDP ist mittlerweile konservativer und patriotischer als die CDU/CSU“), Lutz Bachmann („Merkel-muss-weg-Marken für Deutschland“) und Siegfried Däbritz („Ich werde keinen dieser eingebunkerten Weihnachtsmärkte besuchen“) - es ist der immergleiche PEGIDA-Abend mit dem obligatorischen „Spaziergang“, den obligatorischen Redebeiträgen, den obligatorischen Merkel-muß-weg-Rufen und dem obligatorischen Antifa-Trupp am Rande.

Dienstag, 31 Oktober 2017 12:09

Drei Jahre PEGIDA auf dem Theaterplatz

in Politik

Dresden – Als die „Geburtstagsfeier“ durch Heranbringung mehrere Notstromaggregate endlich beginnen kann, sind mehr als 60 Minuten vergangen. Derweil haben an die 5000 Pegidianer geduldig ausgeharrt, sich mit Sprechchören bei Laune gehalten oder den spontan per Megaphon verstärkten Ansprachen von Götz Kubitschek und Martin Sellner gelauscht. Dann gibt es zwei Stunden lang eine Mischung aus Großsprech, Anti-Islam-Klamauk, politischem Wunschdenken und tantenhaftem Zuspruch, wofür neben den schon Genannten, Lutz Bachmann, Jürgen Elsässer, Renate Sandvoss, Siegfried Däbritz und der Brite Tommy Robinson sorgen.

Donnerstag, 28 September 2017 12:43

Hoffnungen in Blau

in Politik

Dresden – 25. September 2017: Tag eins nach der Bundestagswahl und Merkel sei immer noch da, meint Wolfgang Taufkirch als Versammlungsleiter auf dem Neumarkt. Feiern dürfe man aber schon, denn PEGIDA habe „entscheidenden Anteil“ am Wahlerfolg der AfD, jener wahrhaftig „umstrittenen“ Partei, die am Vortag aus dem Stand drittstärkste politische Kraft geworden war, in Mitteldeutschland Rang 2 und in Sachsen, dem Mutterland politischer Unruhestiftung, mit 27 Prozent gar den ersten Platz belegt. Das könnte stimmen, denn ohne die ausdauernden Pegidianer hätte es an der Elbe wohl nicht annähernd so viel Öffentlichkeit und Unterstützung für die Rechtspopulisten gegeben. Also dominiert die Feierstimmung, dazu kommen die üblichen Ansprachen.

Mittwoch, 20 September 2017 01:39

PEGIDA und AFD an der Frauenkirche

in Politik

Dresden – 126. PEGIDA in der Landeshauptstadt und zugleich Wahlkampfveranstaltung der sächsischen AfD auf dem Neumarkt. Nach kurzen Ansprachen von Wolfgang Taufkirch, Lutz Bachmann und Siegfried Däbritz gibt es den obligatorischen „Spaziergang“ durch die Dresdner Innenstadt. Auf der AfD-Bühne folgen mit Jens Maier (Dresden), Rechtsanwalt Dubravko Mandic (Freiburg) und dem TU-Professor Heiko Hessenkemper (Freiberg) drei Bundestagsdirektkandidaten mit den üblichen Wahlkampfreden aus dem Arsenal des Rechtspopulismus. Nichts, was man nicht schon unzählige Male gehört hätte. Der Ton auf der Bühne ist streckenweise so derb, wie die Wut im Publikum groß ist. Wohl an die 4000 Sachsen könnten es sein, der übriggebliebene Kern jener Empörung, die vor drei Jahren begann, und noch immer von der verzweifelten Hoffnung getragen wird – gehört und verstanden zu werden.

Glauchau – Aus für Benjamin Przybylla, den bisherigen AfD-Direktkandidaten im Bundestagswahlkreis 165 (Zwickau). Auf einem Kreisparteitag in Glachau hat die Zwickauer AfD ihrem Vertreter das Vertrauen entzogen und seine Kandidatur zurückgezogen – ein Novum in der sächsischen Politik seit der Wende. Vorausgegangen war eine intensive Debatte um den 1980 in Bückeburg (Niedersachsen) geborenen Garten- und Landschaftsbauer, dem eine allzu große Nähe zu Pegida und zur rechten Szene vorgeworfen wird.

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