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Montag, 03 September 2018 23:04

Trojanisches Meißen

Meißen – Die historische Altstadt ist wunderschön und in ihrer Geschlossenheit einzigartig. Hier haben große Bauepochen ihre Spuren hinterlassen: Renaissance, Barock, Klassizismus, Gründerzeit und Jugendstil. Liebevoll restauriert, erscheint Meißen mit seinen Gassen und Winkeln als Inbegriff einer alten deutschen Stadt. Am Heinrichplatz, vor der ehemaligen Franziskanerklosterkirche (die das Stadtmuseum birgt), hat an diesem Sonnabend (1.9.) das „Trojanische Pferd“ des Vereins „Pro Mitsprache e. V.“ um den Dresdner Rene Jahn Station gemacht.

Meißen - „Umstritten“ im besten Wortsinn ist das „Trojanische Pferd“, ein Kunstprojekt des Vereins „Pro Mitsprache e. V.“ um Rene Jahn, Dresdens politischsten Hausmeister. Bereits im April hat die 5 Meter hohe Monumentalskulptur vor dem Dresdner Kulturpalast für Aufsehen gesorgt, um Ende Juni in Pirna Diskussionen anzuregen. Offenbar scheint der Mythos des hölzernen Pferdes, mit dem die Griechen das antike Troja nach zehnjähriger Belagerung durch eine List in die Knie zwangen, nicht nur den Initiatoren als Sinnbild einer als „besorgniserregend“ empfundenen Gegenwart.

Dienstag, 03 Juli 2018 20:10

Das „Trojanische Pferd“ in Pirna

Pirna – Erst Mitte April hatte der Dresdner Verein „Pro Mitsprache e.V.“ um den politisierenden Hausmeister Rene Jahn mit einer Kunstaktion von sich reden gemacht, wobei das „Trojanische Pferd“, eine 5 Meter hohe Monumentalplastik aus Styropor, gegenüber dem Dresdner Altmarkt für Aufsehen sorgte. Der Mythos des hölzernen Pferdes, mit dem die Griechen das antike Troja nach zehnjähriger Belagerung durch List und Tücke in die Knie zwangen, ist bekannt und scheint nicht nur den Initiatoren eine Versinnbildlichung unserer, in mehrfacher Hinsicht als „besorgniserregend“ empfundenen Gegenwart.

Dresden - Eine Idee, 28 Dresdner, 6 Wochen Bauzeit; 500 Kilo schwer und 5 Meter hoch – das ist das „Trojanische Pferd“ des Vereins „Pro Mitsprache e. V.“ um den Hausmeister und Politaktivisten Rene Jahn. Vom Freitag (13.4.) bis zum Montag (16.4.) reckte sich die Styropor-Monumentalplastik vor dem Kulturpalast gen Himmel, avancierte in jenen Tagen, so die Veranstalter, zum „Gesprächsthema Nr. 1“ in der Landeshauptstadt. Der Mythos des hölzernen Pferdes, mit dem die antiken Griechen, in einer Kriegslist und gegen den Rat von Kassandra und Laokoon, die Trojaner bezwangen, schien den Initiatoren eine bildhafte Parallele zu einer als „besorgniserregend“ empfundenen Gegenwart. König Priamos habe die Trojaner („Wir wollen das nicht!“) einst ungehört übergangen, sich für das „Geschenk“ entschieden und damit den Untergang Trojas heraufbeschworen. Im Gegensatz zur Sage verlangten die Bürger heute jedoch, mitzubestimmen und einer Entwicklung entgegentreten, die, so die Botschaft auf einem Handzettel, „unser Land, unsere Tradition und unsere Kultur“ zu zerstören drohe.

Dresden – Am 26. Oktober fasste das Parteipräsidium der FDP in Berlin einen Beschluss, nach dem es mit der Mitgliedschaft in der Partei „unvereinbar“ sei, „sich zu Pegida zu bekennen oder ihre Ziele und Aufrufe sachlich und organisatorisch zu unterstützen“. Zugleich forderte die FDP-Spitze um Parteichef Christian Lindner ihre Verbände auf, Personen, die diesen Kriterien entsprechen, nicht aufzunehmen, und, „falls ihnen Fälle von Mitgliedern bekannt werden sollten“, die sich als Pegida-Sympathisanten zu erkennen gegeben haben, „diesen den Austritt aus den Freien Demokraten nahezulegen“ oder ein Ausschlussverfahren einzuleiten.

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