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Stolpen - Die 800-Jahr-Feier der Burgstadt ist Geschichte. Auch wenn im Vorfeld Diskussionen über die Hintergründe des Jubiläums für Irritationen sorgten (Sachsen Depesche berichtete: https://www.sachsen-depesche.de/kultur/stolpen800.html), hat doch die Stolpener Bürgerschaft eine wunderbare Woche zelebriert, die im historischen Festumzug am Sonntag (10.6.) ihren glanzvollen Höhepunkt fand. Mit dabei, die ländlichen Ortstteile Stolpens: Langenwolmsdorf, Helmsdorf, Rennersdorf-Neudörfel, Heeselicht und Lauterbach; einst selbständige Dörfer, die seit 1994 dazugehören und sich nun selbstbewußt im Reigen der in 40 Bildern gezeigten Stadtgeschichte, inmitten von fast 1000 Mitwirkenden, präsentierten.

Montag, 25 September 2017 18:33

Denkmalalarm im Landkreis

Dresden – Wie eine Kleine Anfrage des grünen Landtagsabgeordneten Wolfram Günther kürzlich ans Licht brachte, sinkt die Zahl der geschützten Kulturdenkmale in Sachsen kontinuierlich. Noch im November 2014 gab es laut Innenminister Ulbig 102.911 Denkmale im Freistaat, im Mai 2017 waren es noch 101.600. Demnach gingen binnen zweieinhalb Jahren mehr als 1.300 Denkmale unwiderruflich verloren, und der Abriß geht munter weiter, auch im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Laut sächsischem Landesamt für Denkmalpflege sind die ehemals 9590 in SOE vorhandenen Denkmale (2000) auf aktuell 8422 geschrumpft, wurden, so das Innenministerium, seit der Wiedervereinigung 393 Kulturdenkmale abgerissen, darunter 72 technische. Hinter diesen abstrakten Zahlen verbirgt sich ein Aderlaß an historischer Architektur, der Städten und Dörfern erst ihren unverwechselbaren Charakter, ihren Einwohnern aber einen Teil ihrer Identität verleiht. Nicht selten wird die himmelschreiende Entsorgung des unbequemen Erbes in den Medien auch noch zustimmend kommentiert. Was aber steckt hinter diesen beunruhigenden Metaphern, dem Kampf gegende „drohende Ruinen“, dem Beseitigen von unbeliebten „Schandflecken“?

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