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Dresden – In Dresden-Leuben, in der Reisstraße 42, haben die „Skullcrusher“ (Schädelspalter) ihr Domizil. Gemeinsam mit den Saxonia Bikers hat der Skullcrusher Heavy Metal e. V. eine alte Fabrik bezogen, die als Location für „metallische Kultur“ längst einen guten Namen hat. Aus Liebe zur Musik haben sich vor 17 Jahren junge Leute zusammengefunden, die ehrenamtlich Konzerte veranstalten und dabei (fast) alles nach Dresden holen, was im Paralleluniversum des Heavy Metal Rang und Namen hat. Tatsächlich sei man mittlerweile eine „in Europa angesagte Nummer“, wie „Andi Y“ (Andreas Frenzel), einer von aktuell 34 aktiven Vereinsmitgliedern, berichtet.

Dresden – Volle Kraft voraus, heißt es am Samstag, den 1. April 2017, beim „Kuttenfest 6“ im „SkullCrusher“, der Heavy-Metal-Location in Dresden-Niedersedlitz. Fünf gestandene Bands – sämtlich am klassischen Sound der 80er orientiert – werden am Start sein, darunter das 1983 gegründete Dresdner Rock-Trio MCB um den legendären Bassisten Mike Demnitz, der schon mit Bands wie REFORM und Electra Rockgeschichte geschrieben hat.

Dresden – Mike Demnitz ist ein Phänomen. 16 Bands hat der charismatische Bassist durchlaufen, darunter klangvolle Namen wie Electra, REFORM und MCB. Vergangenen Sonnabend, eine Woche vor Weihnachten, war er einen Nachmittag im Barockviertel zu Gast. Für die Besucher der Veranstaltung d i e Gelegenheit, einmal hinter die Kulissen mitteldeutscher Rockgeschichte(n) zu schauen und bei Glühwein und Lebkuchen ein paar kräftige Demnitz‘sche Basswellen zu inhalieren.

Hamburg – Unter Metalfans ist allgemein bekannt, dass Amon Amarth, die populäre Death-Metal-Band aus Schweden, gerade ihren aktuellen Langspieler „Jomsviking“ auf einer groß angelegten Welttournee präsentiert. Die Scheibe wird in der Metal-Szene heiß diskutiert. Ist das noch Amon Amarth? Grund genug, mir ein eigenes Bild zu machen und mich auf dem Weg nach Hamburg in die Alsterdorfer Sporthalle zu begeben, wo die schwedischen Wikinger um Frontmann Johan Hegg am 29. Oktober 2016 auftraten.

Mittwoch, 02 November 2016 18:50

Konzertreport: MCB in Dresden

Dresden – Pure Energie – gab es am vergangenen Sonnabend (29.10.2016) im „Heavy Duty“ in der Dresdner Louisenstraße, der Location für eine Reise in die Gefilde schwermetallischer Rockmusik. Dicht an dicht, saßen und standen gut gelaunte große Jungs und kecke Mädchen – mittlere Jahrgänge dominierten –, füllten Thekenraum und Kellergeschoss der sympathischen Metalkneipe. Zeitlos schienen das selbstbewusst getragene, lange Haar und die charakteristischen Accessoires der Szene. Zeitlos auch die Band des Abends, das 1983 gegründete Rocktrio MCB um den charismatischen Bassisten Mike Demnitz. Nach Jahren der Pause starten die Dresdner Musiker gerade wieder durch.

Dresden – Wer auf der Suche nach handgemachter authentischer Rockmusik von gestandenen Mannsbildern ist – und es gern auch etwas härter mag –, der ist im „Heavy Duty“ (Louisenstraße 28, 01099 Dresden) richtig. Am 29. Oktober gibt es in der Metalkneipe ab 20:00 Uhr mit dem Dresdner Rocktrio MCB um Basslegende Mike Demnitz das „wahrscheinlich lauteste Konzert des Jahres“ (regioactive.de).

Leipzig – Rund 250 Zuhörer erlebten am 17. September im Leipziger Stadtbad ein musikalisches Gipfeltreffen der besonderen Art. Mit der Stern-Combo Meißen und ihren polnischen Kollegen von SBB gaben sich zwei echte Legenden experimenteller und konzertanter Rockmusik die Ehre. Um es vorwegzunehmen: Das Publikum, größtenteils Ü40, aber auch ein paar jüngere Semester, war schwer angetan von dem „deutsch-polnischen Artrock-Gipfel“ – so das Motto, unter dem das Doppelkonzert firmierte. Nur einen Minuspunkt hätte man vielleicht vergeben können, aber die gute Performance auf der Bühne tröstete einen am Ende doch darüber hinweg, dass ein bestuhlter Saal für ein Rockkonzert eher ungünstig ist.

Leipzig – Wer kennt den „Alten auf der Mühlkippe“ von 1977 noch? Der originelle Song könnte schon bald live und in greifbarer Nähe zu erleben sein – beim „Artrock-Gipfel“ im Leipziger Stadtbad. In der Messemetropole werden am 17. September mit der Stern-Combo Meißen und ihrem polnischen Pendant SBB zwei Rocklegenden aufspielen, die eine musikalische Ära repräsentieren, die es noch immer in sich hat.

Dresden – Am 22. Juli 1996 verstarb Tamara Danz im Alter von nur 43 Jahren in Berlin. Die Rocksängerin verkörperte mit der Band „Silly“ die vielleicht gelungenste Synthese einer durch politische Rahmenbedingungen erzwungenen Ausprägung DDR-typischer Rockmusik und deren selbstbewusster Infragestellung. Dabei war nicht „der Westen“ das Ziel, sondern vielmehr das „Höchstmaß an Freiheit, das in der DDR überhaupt möglich war“, so Danz nach dem Mauerfall in einem Aufsatz. In diesem Sinne hoben sich Band und Sängerin, die internationale Vergleiche keineswegs zu scheuen brauchten, deutlich vom kulturpolitisch instrumentalisierten Staatsrock á la „Puhdys“ und „Karat“ ab und wurden zum Inbegriff von Sehnsucht und Lebensgefühl junger Menschen während der letzten zehn Jahre der DDR.

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