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sachsen-depesche.de

Montag, 23 Oktober 2017 18:14

Denkmalalarm in Sebnitz

Sebnitz - Die Zahl der geschützten Kulturdenkmale in Sachsen verringert sich unaufhörlich. Noch im November 2014 gab es laut Innenminister Ulbig 102.911 Denkmale im Freistaat, im Mai 2017 waren es noch 101.600. (Sachsen Depesche berichtete: https://www.sachsen-depesche.de/kultur/denkmalalarm-im-landkreis.html) Demnach gingen binnen zweieinhalb Jahren mehr als 1.300 Denkmale unwiderruflich verloren, und der Abriß geht munter weiter. Auch in Ottendorf in der Sächsischen Schweiz, seit 2012 Ortsteil der Großen Kreisstadt Sebnitz.

Montag, 25 September 2017 18:33

Denkmalalarm im Landkreis

Dresden – Wie eine Kleine Anfrage des grünen Landtagsabgeordneten Wolfram Günther kürzlich ans Licht brachte, sinkt die Zahl der geschützten Kulturdenkmale in Sachsen kontinuierlich. Noch im November 2014 gab es laut Innenminister Ulbig 102.911 Denkmale im Freistaat, im Mai 2017 waren es noch 101.600. Demnach gingen binnen zweieinhalb Jahren mehr als 1.300 Denkmale unwiderruflich verloren, und der Abriß geht munter weiter, auch im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Laut sächsischem Landesamt für Denkmalpflege sind die ehemals 9590 in SOE vorhandenen Denkmale (2000) auf aktuell 8422 geschrumpft, wurden, so das Innenministerium, seit der Wiedervereinigung 393 Kulturdenkmale abgerissen, darunter 72 technische. Hinter diesen abstrakten Zahlen verbirgt sich ein Aderlaß an historischer Architektur, der Städten und Dörfern erst ihren unverwechselbaren Charakter, ihren Einwohnern aber einen Teil ihrer Identität verleiht. Nicht selten wird die himmelschreiende Entsorgung des unbequemen Erbes in den Medien auch noch zustimmend kommentiert. Was aber steckt hinter diesen beunruhigenden Metaphern, dem Kampf gegende „drohende Ruinen“, dem Beseitigen von unbeliebten „Schandflecken“?

Neustadt/Sa. - Zehn Kilometer östlich von Stolpen, zwischen Hohwald und Sächsischer Schweiz, liegt Rückersdorf. 1223 erstmals urkundlich erwähnt, ist das 300-Seelen-Dorf heute ein Ortsteil von Neustadt in Sachsen. In alter Zeit meißnisch-bischöflicher Besitz, kam Rückersdorf 1559 mit dem Amt Stolpen zum sächsischen Kurfürstentum, besaß einmal drei Mühlen, eine Brauerei und eine Käsefabrik. Das ist schon eine Ewigkeit her, doch 1997 wurde der Ort in das Sächsische Dorferneuerungsprogramm aufgenommen, bekam Trink- und Abwasseranlagen, eine Ortsumfahrung, den neuen Dorfplatz und ein aufgehübschtes Gemeindehaus.

Dresden – „Fake News und Hate Speech im Social Web – Was der Staat dagegen tun kann und muss“ war das Thema eines Vortrags von Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD), zu dem das Dresdner Institut für Kommunikationswissenschaften am 17. Juli in die neue BallsportARENA in der Friedrichstädter Weißeritzstraße geladen hatte. Am 30. Juni war im Bundestag Maas‘ ureigenstes Netzwerkdurchsetzungsgesetz (NetzDG) beschlossen worden.

Struppen – Am 23. Juni vor 150 Jahren wurde der Maler Robert Sterl (1867-1932) in Großdobritz bei Dresden geboren. (siehe: www.sachsen-depesche.de/kultur/zur-erinnerung-an-robert-sterl-1867-1932.html). Im letzten Domizil des Künstlers, dem Naundorfer Robert-Sterl-Haus, hat am 16. Juli eine Sonderausstellung eröffnet, die Sterls Schaffen als Illustrator von Zeitschriften und Kinderbüchern dokumentiert.

Mittwoch, 12 Juli 2017 20:24

1000 Tage PEGIDA

Dresden – Am kommenden Sonntag gibt es die Dresdner PEGIDA genau 1000 Tage. Zweieinhalb Jahre sind schon eine Zeit. Man kann zu den sächsischen Islamkritikern sehr unterschiedlicher Meinung sein, ihren durchweg friedlichen Protest auf Dresdens Straßen werden selbst politische Gegner nicht in Abrede stellen. So dankte Versammlungsleiter Wolfgang Taufkirch am vergangenen Montagabend „all jenen, die bis heute durchgehalten haben“. Erwartungsgemäß sorgten die Hamburger Gewaltexzesse vom Wochenende und das nicht sehr glaubhaft wirkende Überraschtsein mancher Politiker für Empörung. Nach dem „Spaziergang“ durch die Innenstadt folgte ein Gastredner.

Dienstag, 27 Juni 2017 20:39

Zwischen Biedersinn und Größenwahn

Dresden – Sein Name sei Jan Endert, und es werde Zeit, „dass sich hier was ändert“. Keine 20 Jahre ist er alt und Mitglied der Alternative für Deutschland (AfD). An Selbstbewusstsein mangelt es dem schlaksigen jungen Mann aus Pirna auf dem Sprecherwagen am Postplatz entschieden nicht. Ganz anders als seine Altersgenossen, die zeitgleich bei der Antifa herumlärmen, gibt sich Endert strategisch und doziert abgeklärt: man brauche den Protest auf der Straße ebenso wie die Arbeit in den Parlamenten. PEGIDA und AfD seien „zwei Arme eines Körpers“. Einigkeit habe die höchste Priorität, im Wahlkampf hätten personelle Fragen zurückzustehen. Einigkeit hat die AfD in der Tat nötig.

Glauchau – Aus für Benjamin Przybylla, den bisherigen AfD-Direktkandidaten im Bundestagswahlkreis 165 (Zwickau). Auf einem Kreisparteitag in Glachau hat die Zwickauer AfD ihrem Vertreter das Vertrauen entzogen und seine Kandidatur zurückgezogen – ein Novum in der sächsischen Politik seit der Wende. Vorausgegangen war eine intensive Debatte um den 1980 in Bückeburg (Niedersachsen) geborenen Garten- und Landschaftsbauer, dem eine allzu große Nähe zu Pegida und zur rechten Szene vorgeworfen wird.

Sonntag, 11 Juni 2017 16:22

Parole Schulterschluss

Dresden – 113. Kundgebung der PEGIDA am Pfingstmontag auf dem Dresdner Altmarkt. Lediglich vom obligatorischen „Spaziergang“ unterbrochen, arbeiten sich Wolfgang Taufkirch, Lutz Bachmann, Siegfried Däbritz und Michael Stürzenberger am islamistischen Terror ab, der erst zwei Tage zuvor sieben unschuldige Opfer gefordert hatte. Der Eindruck ist noch frisch, die Wut groß.

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