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Berlin – Im Berliner Arbeiterbezirk Wedding steht eine Lehrerin am Pranger, weil sie zum wiederholten Mal mit einem christlichen Symbol an ihrer Halskette zum Unterricht gekommen ist. Was noch vor wenigen Jahren niemanden gejuckt hätte bzw. als ganz normal empfunden worden wäre, ist für die „Berliner Zeitung“ eine „bewusste Provokation“. Der aktuelle Streit um die christliche Pädagogin hatte ein Vorspiel: Bereits im April wurde ihr untersagt, mit einem Kreuz an der Kette zur Schule zu kommen. Sie tauschte das Kreuz daraufhin gegen einen Fisch aus, der nun ebenfalls Stein des Anstoßes ist.

Dresden – Die sächsische FDP hat das am Mittwoch mit CDU/SPD-Mehrheit im Landtag beschlossene Schulgesetz deutlich kritisiert. „Das heute verabschiedete Schulgesetz bleibt ein Stückwerk ohne echten Gestaltungsanspruch für die Zukunft des sächsischen Schulsystems. Es gibt keine vernünftige Antwort auf die Herausforderungen durch die Digitalisierung und verwehrt den Schulen mehr Handlungsfreiheit und tatsächliche Autonomie“, so FDP-Landeschef Holger Zastrow.

Bautzen – Auf Initiative des sorbenpolitischen Sprechers der Linksfraktion im Sächsischen Landtag, Heiko Kosel, haben sich Anfang der Woche der für Schulwesen, Jugend und Sport zuständige Vertreter des Regionspräsidenten der Region Usti (Tschechien), Petr Smid, die Vorsitzende des Sorbischen Schulvereins e.V., Ludmila Budar, und der tschechische Europaabgeordnete Jaromir Kohlicek zu einem ersten Koordinierungsgespräch getroffen. Grund für die Zusammenkunft war die Auslotung von Möglichkeiten für die Anwerbung tschechischer Lehrer für sorbische Schulen.

Straßburg – Der Europäische Menschenrechtsgerichtshof in Straßburg hat am Dienstag eine Grundsatzentscheidung zur Religionsfreiheit getroffen. Konkret ging es um eine Schweizer Schule, die zwei muslimische Mädchen im Alter von 9 und 11 Jahren zum Schwimmunterricht verpflichten wollte. Dabei machte man sogar Zugeständnisse wie eine separate Umkleide und erlaubte den Burkini als Schwimmkleidung. Die Eltern lehnten die Teilnahme ihrer Töchter am Schwimmunterricht dennoch ab, woraufhin ein Bußgeld von je 325 Euro verhängt wurde.

Dresden – Der sächsische FDP-Landesvorsitzende Holger Zastrow hat den Vorschlag von CDU und SPD zur Neuregelung der Bildungsempfehlung für Grundschüler zum Übergang auf weiterführende Schulen anlässlich einer Anhörung im Sächsischen Landtag scharf kritisiert. Die CDU lasse sich von der SPD „vorführen“, so Zastrow, der durch die letztliche Entscheidung nach dem Elternwillen die bewährten Leistungskriterien ausgehebelt sieht.

Berlin/Freiberg – Die mittelsächsische CDU-Bundestagsabgeordnete Veronika Bellmann (CDU) hat sich zufrieden über die Aufnahme einer Zuschussfinanzierung für das Schülerforschungszentrum Sachsen e.V. (SFZS) in den sächsischen Doppelhaushalt 2017/2018 gezeigt. Die Unionspolitikerin ist Gründungsvorstand und stellvertretende Vorsitzende des in Freiberg ansässigen Vereins, der Schülerinnen und Schülern aus Sachsen die Möglichkeit bietet, naturwissenschaftliche und technische Forschungsprojekte zu verfolgen.

Hannover – In Niedersachsen haben die rot-grünen Regierungsfraktionen einen Antrag zur Erweiterung der Unterrichtssprachen in den Landtag eingebracht. Ein Viertel der Landeseinwohner habe ausländische Wurzeln und spreche hauptsächlich Türkisch, Farsi, Arabisch oder Polnisch, heißt es in dem Papier von SPD und Grünen. Diese Sprachen sollten daher als reguläres Unterrichtsfach angeboten werden. Das Parlament hat vergangenen Mittwoch über den Antrag beraten und ihn zunächst an den zuständigen Kultusausschuss verwiesen.

Dresden – Die Fraktionen der LINKEN im Sächsischen Landtag und im Landtag Brandenburgs laden für Freitag, den 02.12.2016, zum 12. Sorbischen Tag in das Haus der Rosa-Luxemburg-Stiftung Leipzig (Hartkortstr. 10) ein. Die Veranstaltung beginnt um 10:00 Uhr und steht unter dem Motto „Die Ausbildung sorbischsprachiger Lehrerinnen und Lehrer.“

Oederan/Leisnig – Die mittelsächsische CDU-Bundestagsabgeordnete Veronika Bellmann wirbt für den Vorlesetag am 14. November 2016in ihrem Wahlkreis. „Schon seit mehreren Jahren ist es mir ein Herzensanliegen geworden, an den von der ‚Stiftung Lesen‘ und der Zeitung „Die Zeit“ initiierten Vorlesetagen teilzunehmen. Das Projekt wurde im Jahr 2004 ins Leben gerufen und setzt seitdem ein sichtbares Zeichen für die Leseförderung“, so die CDU-Politikerin.

Dresden – Der Landesvorsitzende der FDP Sachsen, Holger Zastrow, hat davor gewarnt, die Bildungsempfehlungen der Grundschulen für den Übergang auf weiterführende Schulen aufzuweichen. Stattdessen sollten die entsprechenden Kriterien im neuen Schulgesetz konkretisiert werden. Für einen Wechsel aufs Gymnasium ist in Sachsen ein Notendurchschnitt von mindestens 2,0 in Deutsch, Mathematik und Sachunterricht erforderlich. Das Verwaltungsgericht Dresden hat diese Praxis in einem Urteil nun infrage gestellt, indem es einer Schülerin den Besuch des Gymnasiums mit einem schlechteren Notendurchschnitt erlaubt hat. Es müsse jedoch weiterhin „objektive und leistungsbezogene Zulassungskriterien für das Gymnasium geben“, mahnte Zastrow am Montag an.

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Redaktion