Login

sachsen-depesche.de

Samstag, 07 April 2018 16:20

Vom Osterreiten im Sorbenland

Panschwitz-Kuckau – Noch aus der Ferne schält sich die Silhouette der Reiterprozession heraus, tragen Windböen Liedfetzen zu den Wartenden beidseits der Straße. „Christus ist heute auferstanden“ (Dzens Chrystus z mortwych stanyl je), heißt ein sorbischer Osterchoral, der vom Triumph des Lebens über den Tod kündet. In Paaren reiten sie heran, die Spitze mit Kirchenfahnen, Kruzifix und der Christus-Statue, dann in feierlichem Ernst der Zug: Alte und junge Männer, festlich angetan mit Gehrock und Zylinder, auf herausgeputzten Pferden in kostbarem Geschirr, gestickte Schleifen im Schweif, die Schabracken ziert das Osterlamm. Es ist schneidend kalt und mancher Reiter hat zu tun, den Hut auf dem Kopf und das Pferd in der Spur zu halten und doch: Wer an diesem Ostersonntag nach einem Sinnbild für das Heilige sucht, wird nicht unberührt bleiben, hier am Weg der Kreuzreiter von Crostwitz nach St. Marienstern. Was aber hat es mit dem katholischen Brauchtum im protestantisch geprägten Sachsen auf sich?

Dienstag, 21 November 2017 04:06

Zum Buß- und Bettag am 22. November

Dresden – Der Buß- und Bettag ist im evangelischen Kirchenjahr ein Tag der inneren Einkehr. Im engeren Sinn geht es um die Gewissensprüfung des Einzelnen gegenüber Gott. Inwieweit entspricht die eigene Lebensführung den Glaubensmaximen? Wer seine Fehler eingesteht, soll zu einem Neuanfang ermutigt sein. Darüber hinaus bietet der Feiertag Gelegenheit, auf gesellschaftliche Mißstände aufmerksam zu machen.

TEAM