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Frankfurt am Main - Für die Journalisten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks wird es zunehmend ungemütlich. Immer mehr gerät das zwangsfinanzierte Staatsfernsehen unter Rechtfertigungsdruck. Ohnehin von vielen Bürgern für ihre Propaganda verachtet, bläst den Staatsfunkern der eisige Wind nun allerdings aus einer eher unvermuteten Richtung ins Gesicht. Die Kollegen der Zeitungsredaktionen hatten es tatsächlich gewagt, dem öffentlich-rechtlichen Apparat eine zu geringe Staatsferne zu attestieren. Angeführt von der FAZ und dem Springer-Konzern, hatte die schreibende Zunft sich über die Ausdehnung der GEZ-Medien in das Online-Zeitungsangebot mokiert. Aus Sicht der privat finanzierten Zeitungsverlage ein durchaus verständlicher Vorstoß, können sie der mit Zwangsgebühren gemästeten Konkurrenz doch kaum etwas entgegensetzen. Zwar zeigen die Flaggschiffe der privaten TV-Sender, dass man sehr wohl auch ohne staatliche Wegelagerei erfolgreich sein kann, doch sind die Voraussetzungen im Online-Werbemarkt ungleich schlechter. Nun ist der Konflikt eskaliert. Und so sehr er sich auch an Wirtschaftsinteressen entzündet, taugt er doch für eine grundsätzliche Betrachtung. Denn natürlich bilden ARD, ZDF und deren unzählige Ableger zusammen den Staatsfunk. Der speist sich nicht nur aus den mit unerbittlicher Härte beigetriebenen Zwangsabgaben, denen dank einer fragwürdigen Aushöhlung des Datenschutzes kein Bürger mehr entkommen kann, sondern wird auch von Rundfunk- und Fernsehräten geführt, die mehrheitlich parteipolitisch besetzt sind.

Berlin – Die verkaufte Auflage der großen Tageszeitungen und Wochenpublikationen ist nach den aktuellen Zahlen des Branchenverbandes IVW im vierten Quartal des Jahres 2016 erneut deutlich zurückgegangen. Am stärksten fiel der Einbruch beim „Spiegel“ (minus 10,8 Prozent), der „Bild am Sonntag“ (minus 10,8 Prozent), der „Bild“-Zeitung (minus 9,9 Prozent) und der „Berliner Zeitung“ (minus 8,7 Prozent) aus.

Wien – Der Kandidat der FPÖ zur Bundespräsidenten-Stichwahl in Österreich, Norbert Hofer, hat in einem Interview mit dem Magazin „Stern“ Stellung zu dem Wahlsieg der AfD in Mecklenburg-Vorpommern genommen. „Die AfD ist in einer Phase, in der die FPÖ auch einmal war“, so Hofer. Er sehe „große Chancen“, aber auch „ähnliche Probleme, wie wir sie früher in der FPÖ hatten“, etwa durch ein zu rasches Wachstum oder innerparteiliche Kursdebatten.

Frankfurt am Main - Jeder noch so gut gemeinte Vorsatz moralischer Güte kann zur Lächerlichkeit mutieren, verfolgt man diesen mit blinder Konsequenz. Sexuelle Präferenzen, also herkömmlich `Mann mit Frau` oder auch klassisch anders `Frau mit Frau' oder 'Mann mit Mann', sind Privatangelegenheit. Niemand gehört diskriminiert. Und es gibt physiologisch gesehen eben auch Menschen, die nicht genau in die klar maskuline oder ausgeprägt feminine Kategorie passen mögen. Das müssen wir alle akzeptieren.

Mainz - Das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF) gilt als überaltert in seiner Zuschauerstruktur. Beim privaten Wettbewerber RTL witzelt man gerne über das "Senioren-TV" aus Mainz. Reichtweite hat das Zweite nur noch in der Altersgruppe über 60 Jahre. Doch Reputation verliert das bis in die 1990er Jahre hoch angesehene ZDF vor allem in einer selektiven Berichterstattung und eigenwilligen Art der Satire über Parteien und politische Meinungen, die den Machern des ZDF ganz offenbar nicht lieb sind.

Frankfurt am Main - Im Geschäft der Meinungsforscher nimmt Forsa-Chef Manfred Güllner (Jahrgang 1941) eine eigenwillige Position ein. Als heute die Wochenillustrierte STERN wieder mal "empirische" Daten für die politische Berichterstattung brauchte, lieferte Manfred Güllner gerne. Sein Fazit dieser Woche war der Abgesang der CSU in Bayern unter Horst Seehofer. Dazu vermittelt Manfred Güllner nicht nur den Lesern des STERN ein Bild, dass es eben Horst Seehofer und nicht Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sei, der die AfD im Zuge der Flüchtlingsfrage groß mache.

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