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sachsen-depesche.de

Freitag, 01 Dezember 2017 14:23

PEGIDAS 131. auf dem Theaterplatz

in Politik

Dresden – 27. November 2017. Wolfgang Taufkirch („Nur hier auf der Straße werden wir gehört und gesehen“), Michael Stürzenberger („Die FDP ist mittlerweile konservativer und patriotischer als die CDU/CSU“), Lutz Bachmann („Merkel-muss-weg-Marken für Deutschland“) und Siegfried Däbritz („Ich werde keinen dieser eingebunkerten Weihnachtsmärkte besuchen“) - es ist der immergleiche PEGIDA-Abend mit dem obligatorischen „Spaziergang“, den obligatorischen Redebeiträgen, den obligatorischen Merkel-muß-weg-Rufen und dem obligatorischen Antifa-Trupp am Rande.

Donnerstag, 22 Dezember 2016 19:15

Politisch Lied… garstig Lied?

Dresden – Goethe hätte sich bestätigt gesehen, am vierten Advent im Dresdner Stadtzentrum. Sein geflügeltes Wort jedenfalls passte für die wohl schaurigste Weihnachtsinszenierung, die die Landeshauptstädter jemals über sich ergehen lassen mussten. Bei PEGIDA auf dem Theaterplatz waren es noch einige Tausend „Wutbürger“, die zum dritten „Großen Dresdner Weihnachtsliedersingen“ gekommen waren. Verständlich, dass die Asylkritiker das weihnachtliche Liedgut als trotziges Bekenntnis zur überlieferten christlichen Tradition verstehen wollen. Doch eingeklemmt zwischen den Tiraden Michael Stürzenbergers und Jürgen Elsässers nahm sich „Stille Nacht! Heilige Nacht!“ eher grotesk aus. Vielleicht rächt sich so, dass die Pegidianer von Anbeginn auf jede Spiritualität verzichtet haben. Als rein defensive Bewegung eines platten Säkularismus haben sie dem ausgreifenden Islam – außer phrasenhaft beschworenen „Werten“ – wenig entgegenzusetzen.

Montag, 17 Oktober 2016 23:12

Zwei Jahre Montagsprotest in Dresden

Dresden – Als am 20. Oktober 2014 erstmals 350 „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ (PEGIDA) in Dresden auf die Straße gingen, ahnte wohl niemand, dass damit die wohl ausdauerndste wie umstrittenste politische Bürgerbewegung in der Nachwendegeschichte der Bundesrepublik gestartet war. Auch den Initiatoren des sogenannten Orga-Teams um Lutz Bachmann dürfte damals kaum bewusst gewesen sein, dass sie damit den Nerv kommender Zeiten getroffen und mit den Schwerpunkten Islam und Flüchtlingspolitik die künftigen Generalthemen der politischen Debatte nicht nur in Deutschland aufgegriffen hatten.

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