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Zittau – Es ist wieder still geworden, um Zittaus größtes Gebäude, die 1868/69 unter Leitung des Stadtbaumeisters Emil Trummler errichtete 102er-Kaserne. So freut sich der interessierte Beobachter einstweilen an Meldungen über den sympathischen Falkennachwuchs, der das dritte Jahr in Folge in dem traditionsreichen Bau das Licht der Welt erblickt. Und doch grenzt es an ein Wunder, daß die Kaserne mit ihren 200 Räumen und 12 000 m² Nutzfläche zwischen Stadtzentrum und Südvorstadt bis heute den Zeitläuften trotzt, der geplante Abriß in letzter Stunde verhindert werden konnte. Nachdem Notsicherungs- und Sanierungsarbeiten neue Perspektiven zu eröffnen schienen, standen Mitte 2017 immerhin 3,9 Millionen Euro Fördermittel aus dem Bundesbauministerium im Raum, rückte ein Erfolg in greifbare Nähe.

Ralbitz/Wittichenau/Ostritz – Mehr als 1.500 Osterreiter mit Zylinder und Gehrock waren am Ostersonntag wieder in der sorbischen Oberlausitz unterwegs, um in Liedern und Gebeten die Botschaft von der Auferstehung Christi zu verkünden. Die erste Prozession hoch zu Pferd begann am Morgen in Ralbitz (Landkreis Bautzen), weitere neun Umzüge verdeutlichten die nach wie vor lebendige Tradition des Osterreitens in den überwiegend katholischen Gemeinden der sorbischen Siedlungsgebiete in Sachsen. Besondere Beachtung fand auch diesmal eine Prozession, die am Mittag in Ostritz (Landkreis Görlitz) startete: Rund 100 Reiter nahmen hier beim traditionellen Ostersaatreiten zum Kloster St. Marienthal teil, das seit 1993 in ökumenischer Gemeinschaft gepflegt wird.

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