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sachsen-depesche.de

Donnerstag, 17 August 2017 04:13

Die Meinungsumfrage

in Politik

Dresden – 122. Dresdner PEGIDA-Veranstaltung auf dem Neumarkt. Alles wie gehabt: ein prall gefüllter Veranstaltungsplatz, neugierige Touristen, die sich das bunte Schauspiel an der Frauenkirche nicht entgehen ließen, Redebeiträge von Renate Sandvoß, Wolfgang Taufkirch, Siegfried Däbritz, lärmende Antifa und ein obligatorischer „Spaziergang“ bei strahlendem Sommerwetter durch das Stadtzentrum.

Donnerstag, 10 August 2017 00:24

Größenwahn und Katzenjammer

in Politik

Dresden - 121. Pegida-Demonstration bei strahlendem Sommerwetter auf dem Altmarkt. Zweiter Redner ist Lutz Bachmann, der zu Beginn seine Besuche bei den Wahlkampfauftaktveranstaltungen der AfD in Helbra und Dresden reflektiert. Wenn sich nur Beatrix von Storch, die toughe AfD-Europaabgeordnete, am 6. August beim Sommerinterview des RBB nicht klipp und klar für einen Parteiausschluß Björn Höckes ausgesprochen hätte! Die Pegidianer murren dumpf. Nun die Leier von der „Vernetzung der patriotischen Bürgerbewegungen“. Die üblichen Textbausteine: „Politverbrecher - Bonzen des Merkelregimes – Kreaturen - Systempresse“ - gemischt mit Selbstbeweihräucherungen (PEGIDA = leuchtendes Vorbild), schließlich: Man treibe die Politik „wie eine Sau“ vor sich her. Hm … Klingt, als hätten Bachmann und die AfD ein triumphales Wahlergebnis fast in der Tasche. Dabei ist von der größen Empörung 2014/15 nicht mehr geblieben, als ein harter Kern von 3000 Unentwegten, die jeden Montag durch Dresden „spazieren“.

Dienstag, 25 Juli 2017 19:29

PEGIDA auf dem Dresdner Neumarkt

in Politik

Dresden – Schmuddelwetter und Regenschirme gab es bei der 119. Dresdner PEGIDA-Veranstaltung auf dem prall gefüllten Neumarkt. Am MDR-Sommerinterview mit Oberbürgermeister Dirk Hilbert - „wohlwollende Fragen und vorgefertigte Antworten“ - erhitzt der Versammlungsleiter die Gemüter. Dabei könne man offen miteinander über die Probleme Dresdens reden, so Wolfgang Taufkirch, über 997 Ausreisepflichtige, über den Anteil von 78 % männlicher Migranten im Alter von 20 bis 29 Jahren, der Altersgruppe, die für den Anstieg von Sexual- und Drogendelikten in der Stadt maßgeblich verantwortlich sei. Hilbert wisse, daß sich unter den Zuwanderern auch sogenannte „Gefährder“ befänden und daß der Aufenthalt von 612 Asylsuchenden in Dresden unbekannt sei. „Hilbert weg“, skandieren die Pegidianer.

Mittwoch, 12 Juli 2017 20:24

1000 Tage PEGIDA

Dresden – Am kommenden Sonntag gibt es die Dresdner PEGIDA genau 1000 Tage. Zweieinhalb Jahre sind schon eine Zeit. Man kann zu den sächsischen Islamkritikern sehr unterschiedlicher Meinung sein, ihren durchweg friedlichen Protest auf Dresdens Straßen werden selbst politische Gegner nicht in Abrede stellen. So dankte Versammlungsleiter Wolfgang Taufkirch am vergangenen Montagabend „all jenen, die bis heute durchgehalten haben“. Erwartungsgemäß sorgten die Hamburger Gewaltexzesse vom Wochenende und das nicht sehr glaubhaft wirkende Überraschtsein mancher Politiker für Empörung. Nach dem „Spaziergang“ durch die Innenstadt folgte ein Gastredner.

Dienstag, 04 Juli 2017 22:05

Wallraffing in Dresden?

Dresden – Montagabend auf dem Altmarkt, 117. Veranstaltung der PEGIDA. Gleich zu Beginn eine Überraschung: Nach der Begrüßung durch den Versammlungsleiter brechen die Demonstranten unverzüglich zu ihrem „Spaziergang“ durch die Innenstadt auf. Die Erklärung folgt später: Eine Gegendemo von TU-Studenten, die mit zwei Musikwagen und einer Technoband störenden Lärm zu produzieren gedachten, musste so ohne jeden Effekt an einem verlassenen Altmarkt vorüberziehen.

Donnerstag, 15 Juni 2017 18:54

Bundesverdienstkreuz für PEGIDA?

Dresden – Montagabend bei schönstem Sommerwetter bei PEGIDA auf dem Dresdner Postplatz. Redebeiträge von Wolfgang Taufkirch und Renate Sandvoß. Nach dem „Spaziergang“ geht es mit dem Berliner Studenten Robert Timm von der Identitären Bewegung (IB) weiter. Dann ein neues Gesicht auf der PEGIDA-Bühne: Dr. Hans Christoph Berndt, Vorsitzender der einwanderungskritischen Bürgerinitiative „Zukunft Heimat“ aus dem brandenburgischen Golßen (Spreewald).

Berndt ist Zahnarzt an der renommierten Berliner Charité und sorgte schon vor einem Jahr für Turbulenzen. Der damalige Personalratschef geriet mit seinem Verein ins Visier der Antifa, die mit Flugblättern und Transparenten gegen „Rassismus an der Charité“ mobil machte.

Sonntag, 11 Juni 2017 16:22

Parole Schulterschluss

Dresden – 113. Kundgebung der PEGIDA am Pfingstmontag auf dem Dresdner Altmarkt. Lediglich vom obligatorischen „Spaziergang“ unterbrochen, arbeiten sich Wolfgang Taufkirch, Lutz Bachmann, Siegfried Däbritz und Michael Stürzenberger am islamistischen Terror ab, der erst zwei Tage zuvor sieben unschuldige Opfer gefordert hatte. Der Eindruck ist noch frisch, die Wut groß.

Mittwoch, 31 Mai 2017 01:48

Der gelöschte Livestream

Dresden – „Dieses Video wurde entfernt, weil es gegen die YouTube-Richtlinie zum Verbot von Hassrede verstößt. Erfahre mehr über die Bekämpfung von Hassrede in Deinem Land.“ Wer unmittelbar nach Veranstaltungsende der montäglichen PEGIDA-Kundgebung auf YouTube auf den passenden Livestream vertraute, wurde diesmal eines Besseren belehrt. Im schönsten Neusprech bekannte sich das US-amerikanische Videoportal zur Zensur – Vorbote des umstrittenen Netzwerkdurchsetzungsgesetzes (NetzDG) von Bundesjustizminister Heiko Maas?

Freitag, 14 April 2017 01:22

Selbstverständlichkeiten

Dresden – Gedenkminute für die Opfer der vier islamistischen Terroranschläge vergangener Woche auf dem Altmarkt. PEGIDA-Stammredner Wolfgang Taufkirch führt mit heller bayrischer Stimmfärbung durch den regnerischen Abend. Es ist Montag, der 10. April, die 105. Veranstaltung und der 100. „Spaziergang“. Zunächst spricht ein Pfarrer. „Hans“ – unverkennbar Sachse – schämt sich für seine evangelische Landeskirche, die sich um die Lebensbedingungen hier lebender Moslems sorge, zur Christenverfolgung in muslimischen Ländern aber schweige.

Dresden – Am Montag bei PEGIDA auf dem winterlichen Dresdner Altmarkt. Der islamistische Berliner Terroranschlag vom 19. Dezember vergangenen Jahres erhitzt die Gemüter. Es sei eine „riesengroße Frechheit gegenüber den Opfern und Angehörigen“, so Siegfried Däbritz, dass es keine offizielle Gedenkfeier gegeben habe. Dagegen liefert das einsetzende Glockengeläut der benachbarten Kreuzkirche den passenden Hintergrund für eine Schweigeminute.

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